Hybride Arbeitsmodelle: Was ist das? Welche Formen gibt es?

Hybride Arbeitsmodelle - Welche Formen gibt es?

Dass sich die Hybride Arbeit als Organisationsform dort, wo es möglich ist, auch langfristig etablieren wird, ist mittlerweile Konsens. Weniger klar ist in den meisten Unternehmen jedoch, wie die konkrete Ausgestaltung aussehen wird. Wir fassen aus diesem Grund zusammen, welche verschiedenen Modelle hybrider Arbeit es gibt und geben Dir Tipps, wie Du das geeignete Modell für Dein Unternehmen findest.

Welche hybriden Arbeitsmodelle werden unterschieden?

Hybrides Arbeiten bedeutet, dass nicht mehr alle Mitarbeitenden ihre Arbeit zur gleichen Zeit im Büro erledigen, sondern auch außerhalb des Büros arbeiten. Doch was zunächst recht simpel klingt, kann im Detail sehr unterschiedliche Formen annehmen.

Hybride Arbeit gibt den Mitarbeitenden mehr Flexibilität bei der Frage, wann und wo sie ihre Aufgaben erledigen. Folglich müssen bei der Wahl des passenden Hybrid-Modells die 2 Dimensionen Arbeitsort und Arbeitszeit berücksichtigt werden.

Arbeitsort

In Bezug auf den Arbeitsort geht es zum einen um die Unterscheidung zwischen dem

Bei Arbeitsplätzen außerhalb des Büros ist es zunächst nicht von Bedeutung, ob es sich dabei um das Homeoffice oder das Cafe um die Ecke handelt.

Zum anderen wird der Grad der Flexibilität unterschieden. Eine Einteilung kann etwa wie folgt aussehen:

Arbeitszeit

Auch die Arbeitszeit muss auf den Grad der Flexibilität hin unterschieden werden. Grob lässt sich diese einteilen in:

Kombiniert man die beiden Dimensionen, erkennt man schnell, dass es zahlreiche hybride Arbeitsmodelle gibt, aus denen das passende gefunden werden muss.

Welche Auswirkungen bringen die unterschiedlichen Modelle mit sich

Jedes Modell bietet Vorteile für Unternehmen und Arbeitnehmerinnen, bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Dabei lässt sich grundsätzlich folgendes festhalten:

Mehr Flexibilität führt zu …

Mehr Flexibilität bedeutet jedoch auch…

Wie Du das passende Modell für Dein Unternehmen findest

Wie immer gilt, dass es keine allgemeingültige Empfehlung gibt, welches Modell sich für welches Unternehmen eignet. Vielmehr muss jedes Unternehmen im Rahmen eines strukturierten Prozesses, das passende Modell für seine individuelle Situation finden.

Ein solcher Prozess kann wie folgt aussehen:

Schritt 1:

Verschaffe Dir zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten in Deinem Unternehmen und definiere, welche Anforderungen das hybride Modell für Deine Organisation erfüllen muss. Beziehe bereits von Anfang an Deine Kolleginnen in den Prozess mit ein und lass ihre Vorschläge einfließen. Stelle Dir etwa folgende Fragen:

Schritt 2:

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse lassen sich nun bereits erste Modelle ausschließen, welche die Anforderungen nicht erfüllen.

Unter Umständen macht es an dieser Stelle Sinn, unterschiedliche Hybrid-Work-Personas zu bilden und die Anforderungen auf diese Personas anzuwenden. Kolleginnen im Vertrieb beispielsweise müssen zu festen Zeiten arbeiten, während sich Marketing-Teams regelmäßig im Büro zu Kreativ-Meetings treffen.

Schritt 3:

Nachdem Du für Dein Unternehmen bzw. einzelne Personas mögliche Hybrid-Modelle identifiziert hast, müssen sie auf ihre Vor- und Nachteile hin bewertet werden. Dabei dürfen nicht nur finanzielle Aspekte, z.B. Kostenersparnisse durch geringeren Flächenbedarf vs. Zusatzkosten für die Ausstattung von Arbeitsplätzen im Homeoffice), gegeneinander abgewogen werden. Vielmehr müssen auch sämtliche organisatorischen als auch sozialen Auswirkungen berücksichtigt werden.

Schritt 4:

Im Ergebnis liefert die Evaluation ein geeignetes Hybrid-Modell für Deine Organisation. Nun kann die Implementierung des Modells beginnen. Ob diese auf “einen Schlag” oder agil schrittweise geschehen soll, entscheiden auch hier wieder Deine individuellen Gegebenheiten und Präferenzen.